was ist Rolfing?   


Ida Rolf, ...
die Begründerin von Rolfing


ida rolf

"Wir möchten eine Person aus dem Zustand bringen, wo sie die Schwerkraft als Feind empfindet und sie in diesen Zustand bringen, wo sie die Schwerkraft als Freund und stärkende nährende Kraft erfahren kann".

"Kraft für die Anstrengung notwendig ist, ist nicht was du brauchst;
Du brauchst Kraft, die aus der
Leichtigkeit kommt." (Ida Rolf)


Rolfing: Den aufrechten Gang üben



Wer traurig ist, lässt den Kopf hängen, wer angestrengt arbeitet, verspannt oft im Schulterbereich und macht den Rücken krumm. Unsere Körperhaltung sagt viel über unsere momentane körperliche und seelische Verfassung aus.

Die Biochemikerin Ida Rolf (1896-1979) entwickelte aufgrund ihrer Beobachtungen eine Körpertherapie, mit der sie verhärtete, verkrampfte und verkürzte Muskeln, Sehnen und Bänder wieder lockerte und löste.

Im Zentrum der Behandlung steht das Bindegewebe, vor allem die Muskelfaszien.


Mehr über Ida Rolf: www.rolfing.org



"Diese dünnen festen Häute umhüllen jeden unserer Muskeln wie eine eng anliegende Plastiktüte. Sie setzen sich mit den Sehnen fort und verbinden sich mit der Knochenhaut", erklärt der Rolfer Dr. Peter Schwind aus München. Gesunde Faszien sind dünn und elastisch.


"Fehlt es dem Körper an Bewegung, verlieren die Faszien ihre Elastizität und verkleben miteinander", so Schwind weiter. Und das führt mit der Zeit zu Beschwerden.

 Ein Rolfer versucht nun durch seine Behandlung, den Menschen wieder ins Lot zu bringen, ihn aufzurichten.


Wie funktioniert die Methode?



Zu Beginn einer Behandlung analysiert der Rolfer zunächst einmal Gang und Haltung des Patienten. Oft kann er daran schon erkennen, wo das Problem liegt.


In zehn Sitzungen, die jeweils bis zu eineinhalb Stunden dauern können, arbeitet der Rolfer mit unterschiedlichem Druck der Finger und Fingerknöchel, der Handflächen und des Ellenbogens bestimmte Körperbereiche durch.


Behutsam wird in den Rolfing-Stunden auf das Bindegewebe eingewirkt.

Der Klient unterstützt die Behandlung, indem er aktiv seine Aufmerksamkeit und seinen Atem in jenen Körperabschnitt lenkt, an dem gerade gearbeitet wird.


Nach erfolgreicher Therapie ist dann nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche wieder im Lot. Diese Methode regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an.